Der Malort

In dem vor Beobachtung und Ablenkung schützenden Raum ermöglicht der Malort, Menschen in altersgemischten Gruppen in Geborgenheit ihre Spielfähigkeit und Ausdruckskraft wieder zu entdecken.

Das Malspiel
Das Malspiel ist ein Abenteuer, wo das Eigene, Bedeutung bekommt und man sich als kompetente Persönlichkeit erfährt.
Kinder können noch während dem Malen loslassen, sich über das Erlebte freuen, um sich in das Malspiel zu vertiefen.

Material

In der Mitte des Malortes steht der eigens von Arno Stern entwickelte Palettentisch mit 18 Farben. Papier, Pinsel und Farben werden zur Verfügung gestellt.
Mit weichen Naturhaarpinsel und leuchtenden Gouachefarben malen die Kinder auf großen Papierbögen.

Regeln im Malort
Das Zusammensein im Malort kann durch die gemeinsame Benutzung des Palettentisches, mit anderen erlebt werden.

Die im Malort entstandenen Bilder bleiben unkommentiert, daher unbewertet von anderen im Malort. Sie werden auch nicht ausgestellt und sind für keinen anderen Empfänger bestimmt. Vergleiche und Leistungsdruck bleiben aus. Durch das Zusammensein im Malort ergibt die Konzentration im Malspiel, sowie gegenseitige Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Wertschätzung.

Die ununterbrochenen Konkurrenz- und Wettkampf-Situationen die wir auch vom Alltag kennen, fallen weg. Fern von Belehrung, Animation und Vorgaben, kann Ungesagtes formuliert werden.

Arno Stern

Der Begründer des “Malortes” - forscht nach der “Formulation”, nach der inneren “natürlichen” Spur, die in jedem Menschen vorhanden ist und in den freien, spontanen, von Erwachsenen unbeeinflussten, Bildern sichtbar wird.

Die natürliche Spur
Diese eigene Spur kann sich im Malort durch das Malspiel entfalten und entsteht aus dem ureigenen Bedürfnis des Menschen sich schöpferisch zu betätigen.
Das Kind soll spielen: das heißt seine Spur ungetrübt von jeglicher Erwartung erleben.

Die Formulation
1950 gründete Arno Stern im Pariser Viertel Saint-Germain den ersten Malort. Hier entwickelte er seine Theorie über ursprüngliche Ausdrucksformen - die “Formulation”. Um seine These zu belegen, reiste Stern in den 1960er - und 1970er Jahren mit einem Koffer voller Stifte und Papier zu Nomadlnnen nach Peru, Afghanistan, Nigeria und Papua-Neuguinea.
Er stellte fest, dass alle Kinder eine ähnliche Entwicklung durchlaufen: aus Punkten (“Punktili”) und endlosen Drehbewegungen (“Giruli”) werden Erstfiguren, Strahlen und Grätenfiguren und schließlich Bild-Dinge, ein Haus, ein Mensch, ein Tier. So entwickelte er seine Theorie einer zeichnerischen Ursprache, die von unserer vorgeburtlichen organischen Erinnerung gespeist werde (Welt der Frau Verlags GmbH / Text Julia Langender).

 

Den Wunsch nach schöpferischem Ausdruck begleite ich gerne
... und stehe für weitere Informationen zur Verfügung.

Die Malortdienende: Susanne Graf-Redl
Ausbildung bei Arno Stern in Wien / 2012
www.arnostern.com

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